...ist entstanden um Verhaltensweisen und Prozesse in Beziehungssystemen aufzudecken. Es geht darum bisherige Muster, Annahmen und Verhaltensweisen durch das bewusste Einnehmen unterschiedlicher Beobachterpositionen zu untersuchen, aufzulösen und so zu neuen Positionen mit mehr Möglichkeiten zu finden.
Beispiel: man fragt den Klienten nach der eigenen Sicht der Dinge, dann lässt man beispielsweise den Klienten in die Rolle des Konfliktpartners schlüpfen und die Welt aus dieser Sicht beschreiben. Anschließend kann beispielsweise die Rolle des Vorgesetzten eingenommen werden, der den Konflikt zwischen zwei Menschen/Mitarbeitern sieht und wie er die Situation erfährt usw.
Es geht darum dem Klienten oder Klientensystem mehr Möglichkeiten zu geben eine Situation zu Betrachten / zu erfahren. Ein Perspektivenwechsel eröffnet meist neue Möglichkeiten. Zirkuläre Fragen sind dann besonders hilfreich, wenn der Klient davon Überzeugt ist, dass es nur eine Sicht der Dinge gibt oder nur eine Lösungsmöglichkeit. Es werden neue Denkprozesse angestoßen, die Neues ermöglichen. Es wird umfangreich über Wünsche, Bedürfnisse, Meinungen, Beziehungen usw. spekuliert. Dieses spekulieren eröffnet Weite im Denken.
Die Wurzeln des Zirkulären-Fragens werden heute der Systemischen Therapie zugeordnet, wenn gleich die Ursprünge in der Familientherapie und im Konstruktivismus liegen dürften.
Beispiele einfacher zirkulärer Fragen:
- Was meinen Sie wie unsere Kunden unseren Service sehen.
- Wie würde Ihr Chef, wenn er dabei wäre, Ihre Streitigkeiten mit Herrn X sehen
- Nehmen wir an Ihr Streitpartner findet nur keine andere Möglichkeit als Sie anzugreifen wie könnten Sie Ihm helfen.
Die Fragen sind erste Fragen von einem ganzen Prozess an mutmaßender Fragen. Wir werden an dieser Stelle später mit einem ausführlicheren Beipiel darauf eingehen
Fachwörter:
triadische Frageweise, Interaktionsmuster, Beziehungssystem, Klientensystem,
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