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Menschenbild

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Was versteht man unter einem Menschenbild?

Vorstellungen über das Menschsein bzw. über das, was das Menschsein ausmacht.

Es handelt sich hierbei nicht um absolute oder allgemein gültige, sondern um geschichtlich, gesellschaftlich, politisch, kulturell etc. bedingte Auffassungen. Wie beim Weltbild verhält es sich auch beim Menschenbild. Jeder hat es, auch wenn es einem nicht unbedingt bewusst ist.

Auch hier wirkt die Filterfunktion des Bildes auf die Wahrnehmung und das Erleben. Wer wie beim Coaching intensiv mit Menschen arbeitet, sollte sich jedoch seines Menschenbildes und damit der Ausformung der Wahrnehmung bewusst sein, um den Coaching/Beratungs-Prozess möglichst frei gestalten zu können.

Neben dem individuellen Menschenbild finden wir allgemeine Menschenbilder, wie die des Humanismus, der Religionen usw. Aber es gibt auch ein Menschenbild in unseren Normen und Gesetzen (z.B. Grundgesetz).

Menschenbilder können als Maßstab zur Beurteilung von Menschen zweckentfremdet werden und dazu führen, dass das Menschsein anderer nicht respektiert, sondern an nicht hinterfragten Normen gewertet bzw. entwertet wird.

Für den Klienten bedeutet sein Menschenbild, wie er andere Menschen wahrnimmt und auf diese reagiert. Darin liegt auch die Möglichkeit der Veränderung, ohne dass man den anderen verändert (was uns in der Regel nicht oder schwer gelingt). Damit erklärt sich auch, warum es nicht unbedingt nötig ist, dass beide von einem Konflikt betroffene Parteien einen Coach aufsuchen müssen. Es genügt meist, wenn einer seine Einstellung (Teil seines Menschenbildes) verändert.